Die gymnasiale Oberstufe der MSO

Über 200 Abiturientinnen und Abiturienten verlassen jedes Jahr erfolgreich unsere gymnasiale Oberstufe. Mit dieser Jahrgangsbreite können wir - als eines der größten hessischen Oberstufengymnasien - ein überdurchschnittlich vielfältiges Spektrum an Grund- und Leistungskursen anbieten. Um auch in Zukunft möglichst viele Schülerinnen und Schüler erfolgreich zum Abitur führen zu können, unterstützen wir den Übergang von der Sekundarstufe I in die gymnasiale Oberstufe zusätzlich zum regulären Unterricht mit Trainingskursen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Daneben gibt es einige weitere Besonderheiten unserer gymnasialen Oberstufe, die wir im folgenden genauer vorstellen.

Fächer an der MSO

Durch die besondere Konzeption als Oberstufengymnasium mit kaufmännischer Berufsschule bietet die Modellschule Obersberg ihren gymnasialen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit den Fächern Wirtschaft, Betriebslehre oder Rechnungswesen einen wirtschaftlichen Schwerpunkt im Abitur zu setzen. Dadurch ergibt sich ein außergewöhnlich breites Angebot an Fächern: 

Riedel

Studienleiter
Klaus Riedel
Telefon: (0 66 21) 95 94-123
E-Mail

Stv. Studienleiterin
Christina Lübeck
Telefon: (0 66 21) 95 94-123
E-Mail

Fachbereich I

sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Latein
  • Spanisch
  • Kunst
  • Musik
  • Darstellendes Spiel

 

Fachbereich II

gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld

  • Geschichte
  • Politik und Wirtschaft
  • Ethik
  • ev. Religion
  • kath. Religion
  • Philosophie
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Betriebslehre

Fachbereich III

mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld

  • Mathematik
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Informatik
  • Rechnungswesen

Sport

Profilsystem

Eine Besonderheit der Modellschule Obersberg ist die Profiloberstufe. Durch die Wahl eines Profils, das aus dem Leistungsfach 1 und zwei Grundkursfächern besteht, können die Schülerinnen und Schülern durch die gesamte Oberstufe hindurch in einem Klassenverband verbleiben. Neben dem Vorteil der vertrauten Lerngruppe werden durch die Profile fächerübergreifende Lernvorhaben organisatorisch unterstützt.

Profile

Zurzeit (Schuljahr 2015/16) besteht das Angebot aus den folgenden zehn Profilen:

ProfilLeistungsfach 1Grundkurs 1Grundkurs 2
1DeutschGeschichteMathematik
2Kunst / MusikDeutschGeschichte
3EnglischSportGeschichte
4EnglischPoWiGeschichte bilingual
5WirtschaftswissenschaftenDeutschGeschichte
6g *GeschichteDeutschev. Religion/
PoWi
6p *PoWiDeutschev. Religion/
Geschichte
7MathematikEnglischGeschichte
8MathematikEnglischInformatik
9BiologieEnglischev. Religion
10SportDeutschBiologie

* Profil 6: sogenanntes "Flexmodell": sollte das Profil als Dreiecksprofil eingerichtet werden, dann mit dem Grundkurs ev. Religion; sollte es zwei Einzelprofile geben, dann mit Grundkurs PoWi bzw. Geschichte statt ev. Religion

Leistungsfach 2

Mit dem Profil ist bereits das erste Leistungsfach gewählt. Als zweites Leistungsfach kann an der Modellschule Obersberg eines der folgenden Fächer gewählt werden:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Latein
  • ev. Religion
  • Wirtschaft
  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie

Aufgrund der hessischen Oberstufen- und Abiturverordnung muss eines der beiden Leistungsfach eine Fremdsprache, Mathematik oder eine Naturwissenschaft sein.

Besondere Angebote

Orientierungskurse

Die Modellschule Obersberg bietet als weitere Besonderheit die Wahl von Orientierungskursen zur Jahrgangsstufe E2. Die Schülerinnen und Schüler wählen ihr Profil und ihr zweites Leistungsfach zunächst unverbindlich auf Probe und können sich ein halbes Jahr lang über die Anforderungen in den späteren Leistungskursen orientieren. Zu Beginn der Qualifikationsphase findet die endgültige Wahl statt.

"Laptop"-Profil

Im Profil 8 werden das Leistungsfach Mathematik sowie die Grundkursfächer Englisch und Informatik mit Computerunterstützung unterrichtet. Dadurch kann zusätzlich zu den eigentlichen Inhalten der Umgang mit entsprechender Software erlernt werden. In Mathematik werden auch Klausuren sowie die schriftliche Abiturprüfung mit Hilfe eines Computeralgebrasystems geschrieben.

Bilinguales Profil

Eine weitere Besonderheit der Modellschule Obersberg ist das bilinguale Angebot, das durch die gesamte Oberstufe hindurch belegt werden kann. In der Einführungsphase 1 gibt es zunächst die Möglichkeit, einen bilingualen Geschichtskurs zu wählen, der in englischer Sprache unterrichtet wird. Durch die Wahl des bilingualen Profils 4 entscheidet man sich ab der Einführungsphase 2 für das Leistungsfach Englisch und das Grundkursfach Geschichte in englischer Sprache.

 

Abitur

Das Ziel der gymnasialen Oberstufe ist die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife. Im folgenden sind die wichtigsten Informationen hinsichtlich der Abiturprüfung aufgeführt: 

In Hessen sind Abiturprüfungen in fünf Fächern abzulegen:
  1. Leistungsfach I (schriftliche Prüfung)
  2. Prüfungsfach: Leistungsfach II (schriftliche Prüfung)
  3. Prüfungsfach: Grundkurs (schriftliche Prüfung)
  4. Prüfungsfach: Grundkurs (mündliche Prüfung)
  5. Prüfungsfach: Grundkurs (mündliche Prüfung, Präsentationsprüfung oder besondere Lernleistung)
  • Die fünf Prüfungsfächer decken alle drei Aufgabenfelder ab.
  • Die ersten drei Prüfungsfächer (schriftlich) decken mindestens zwei Aufgabenfelder ab.
  • Unter den Prüfungsfächern müssen die Fächer Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache oder Naturwissenschaft oder Informatik sein.
  • Diese Prüfungsfächer können nicht durch eine besondere Lernleistung ersetzt werden.
  • Eine besondere Lernleistung - nicht aber eine Präsentation - darf sich auf eines der ersten vier Prüfungsfächer erstrecken.
  • Sport kann 4. oder 5. Prüfungsfach sein, wenn das Fach ab der Qualifikationsphase dreistündig unterrichtet wurde.
  • Ein Fach kann nur als Prüfungsfach gewählt werden, wenn es während der gesamten Einführungs- und Qualifikationsphase belegt war.
Die Gesamtqualifikation für die Allgemeine Hochschulreife setzt sich wie folgt zusammen:

TeilqualifikationPunkte
Summe300 - 900
8 Leistungskurse (Q1-Q4) in zweifacher Wertung80 - 240
24 Grundkurse (Q1 bis Q4) in einfacher Wertung120 - 360
Noten der der 5 Abitur-Prüfungsfächer in vierfacher Wertung100 - 300

Berufliche Zusatzqualifikationen

Abschlussprofil II

An der Modellschule Obersberg ist es möglich, bei Belegung weiterer Grundkurse zusätzlich zur Allgemeinen Hochschulreife eine berufliche Teilqualifikation zu erwerben, die das theoretische Wissen für die Kaufmannsgehilfenprüfung des Ausbildungsberufs Industriekauffrau/-mann umfasst. Es handelt sich hier also um eine Zusatzqualifikation, die nach dem Abitur außer dem Studium noch andere Wege erschließt.

Die Schülerinnen und Schüler des Abschlussprofils II belegen

  • das Leistungsfach Wirtschaft in Verbindung mit einer Fremdsprache, Mathematik oder einer Naturwissenschaft,
  • ab der Einführungsphase 2 den zusätzlichen Grundkurs Rechnungswesen (zweistündig),
  • ab der Qualifikationsphase den zusätzlichen Grundkurs Betriebslehre (zweistündig).

Durch diese Belegpflicht zusätzlicher Grundkurse ergibt sich eine erhöhte Unterrichtsbelastung, die zum Teil dadurch ausgeglichen wird, dass in der Einführungsphase 2 eine Naturwissenschaft durch das Fach Rechnungswesen und der Kurs "Politik & Wirtschaft" in Q2 durch den Kurs "Betriebslehre" ersetzt wird.

Mit dem Abiturzeugnis wird die Zusatzqualifikation des Abschlussprofils II bescheinigt, wenn im Leistungsfach Wirtschaft sowie in den beiden zusätzlichen Grundkursen im Durchschnitt mindestens 05 Punkte erreicht wurden.

Abschlussprofil III (Assistent für Wirtschaftsinformatik)

Die Schülerinnen und Schüler des Abschlussprofils III belegen

  • die Leistungsfächer Wirtschaft und Mathematik,
  • die zusätzlichen Grundkurse Rechnungswesen und Betriebslehre Industrie (Betriebslehre nur bis Ende der Q2),
  • den Grundkurs Informatik (in der Q3/Q4 ergänzt durch einen weiteren Grundkurs).

Nach dem Abitur beginnt die Praxisphase im "14. Schuljahr", die in einen schulischen Bereich (mit Unterricht in Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Politik & Wirtschaft, Wirtschaftsenglisch) und einen Praxisbereich (betriebliches Praktikum für 6 - 8 Wochen) gegliedert ist. Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen.

Den Schülerinnen und Schülern soll mit diesem doppeltqualifizierenden Bildungsgang die Möglichkeit eröffnet werden, nach bestandener Abiturprüfung einen Abschluss als staatlich geprüfte/r Assistent/in für Wirtschaftsinformatik am Ende eines 14. Schuljahres zu erwerben. Neben der Berechtigung zum Hochschulstudium entsteht damit die Chance auf einen direkten Zugang zu einer attraktiven qualifizierten Tätigkeit auf mittlerer bis gehobener beruflicher Ebene.