Peer-Group

Menschen werden danach beurteilt, wie sie ihr Leben gestalten, u. a. wie sie mit Problemen umgehen, auch wie sie mit Genuss umgehen. Nun gibt es solche, die das besser können und welche, die auf diesem Gebiet - aus welchem Grund auch immer - Defizite haben.

Bringt man diese beiden Gedanken unter einen Hut, so kann man gemeinsam Lösungswege suchen: Danach soll Suchtprävention „Provokation zur Begegnung“ sein. Seit ungefähr 15 Jahren gibt es sogenannte Peer-Groups. Das sind in der Regel Gruppen von Gleichaltrigen mit ähnlichen Interessenslagen, die zur Stabilisierung jugendlicher Entwicklung beitragen können, indem sie z. B. Erfahrungen ähnlicher Lebenslagen und die Anerkennung von bestimmten Gruppenregeln ermöglichen.

In unserer Peer-Group haben sich Jungen und Mädchen der MSO (von Berufsfachschule bis gymnasialer Oberstufe) im Alter von 15 bis 19 Jahren zusammengeschlossen, die versuchen wollen, anderen suchtgefährdeten Gleichaltrigen Erfahrungs- und Erlebnisräume zur Orientierung bereitzustellen. Wir wollen nicht selbst beratend tätig werden, sondern als AnsprechpartnerInnen für SchülerInnen mit Suchtproblemen bekannt sein.

Warum wir uns an diesem Projekt beteiligen und was wir planen

Vor allem haben unsere Mitglieder einen Wissensdrang um und über das Thema „Sucht“. Doch viel wichtiger ist für uns alle, dass wir lernen, wie wir mit suchtgefährdeten und suchtkranken Schülern, Freunden, auch Eltern und Geschwistern umgehen müssen. Denn im Bekanntenkreis rücken die Drogen näher und eigene Freunde und Bekannte sind vom Drogenkonsum betroffen und verändern sich dadurch charakterlich. Dies kommt meist daher, dass die allgemeine Hemmschwelle zu Drogen immer mehr abnimmt, was eine große Gefahr darstellt.

Um dies möglicherweise zu verhindern oder bei einzelnen Personen zu stoppen, haben wir uns zur Mitarbeit im Projekt beworben und haben dann durch Herrn Christoph Lau von der Fachstelle für Suchtprävention ein gewisses Basiswissen vermittelt bekommen. Er begleitete dieses Projekt und weitere Fortbildungsveranstaltungen bis Sommer 2010 zusammen mit der Schulsozialarbeiterin, Frau Christine Fuchs-Hannappel. Wir danken ihm an dieser Stelle für sein außerordentliches Engagement. Seit August 2010 ist Frau Christina Heimeroth, ebenfalls Fachstelle für Suchtprävention, als Kooperationspartnerin zuständig und betreut das Projekt fachkompetent. 

Unsere Ziele

In erster Linie möchten wir betonen, dass wir nicht gegen sondern für betroffene Suchtgefährdete oder Suchtkranke arbeiten. Kontakte können anonym stattfinden, wenn dies gewünscht wird, Gespräche sind immer vertraulich.

Auch können wir über die verschiedenen Süchte aufklären. Denn darunter fallen nicht nur Probleme mit Drogen, sondern z. B. auch Essstörungen, Computersucht, Beziehungssucht usw. Wir wollen als Ansprechpartner für Betroffene, deren Familie und Freunde fungieren, wenn diese nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, wie auch für alle, die sich einfach über das Thema „Sucht“ informieren wollen. Außerdem würden wir auch die zu uns kommenden Schüler begleiten, falls sie eine Beratungsstelle aufsuchen wollen. Das heißt aber nicht, dass wir jemanden zu solch einer Stelle schicken, wenn er oder sie das nicht von sich aus möchte. Wir sind auch gerne bereit, einfach nur ein Gesprächspartner zu sein, der für den Betroffenen da ist und einfach nur zuhört.

Wie ihr uns erreichen könnt

An unserer roten Infowand auf Ebene 4 findet Ihr Näheres über uns persönlich und unsere Arbeit. Teilweise findet ihr dort unsere Email-Adressen, sodass Ihr uns nicht unbedingt gleich persönlich ansprechen müsst sondern auch anonym Kontakt mit uns aufnehmen könnt.

Bei Interesse erklären wir uns auch gerne dazu bereit, unsere Arbeit innerhalb des Unterrichts (z.B. PoWi, Bio oder auch der Tutorenstunde) in den Klassen zu präsentieren.

Fuchs-Hannappel

Christine Fuchs-Hannappel
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